Hallo zusammen und willkommen zurück im Blog von ACMOTOS.
Die Griffe gehören zu den Teilen am Motorrad, die am häufigsten ausgetauscht werden – sei es aus optischen Gründen, wegen Verschleiß oder für mehr Grip.
Sie gehören nämlich zu den günstigsten Zubehörteilen, die du kaufen kannst, und verleihen deinem Motorrad einen persönlicheren Look, der zum Charakter des Fahrers passt.
Wie immer gehen wir auf alle Punkte ein, die du unserer Meinung nach beachten solltest, bevor du dich für bestimmte Griffe entscheidest.
Eigenschaften, auf die du achten solltest
Bevor wir uns beeilen, die Motorradgriffe zu kaufen, die uns am schönsten erscheinen, sollten wir bedenken, dass das Aussehen nicht alles ist.
Es gibt ein paar Punkte, die du vor dem Kauf beachten solltest. So vermeidest du Enttäuschungen und Inkompatibilitäten.
Diese Eigenschaften sind:
- Typ
- Offenes/geschlossenes Ende
- Maße
- Material
- Oberfläche
- Härte
Im Folgenden erklären wir dir ganz einfach jeden dieser Punkte und warum du sie berücksichtigen musst.
Grifftyp: mit oder ohne Gasgriffrohr
Wenn wir vom Grifftyp sprechen, meinen wir, was alles mitgeliefert wird.
Im Wesentlichen gibt es zwei Typen:
- Ohne Gasgriffrohr.
- Mit Gasgriffrohr.
Das Gasgriffrohr ist der Mechanismus, der den Gaszug zieht und damit dein Motorrad beschleunigt. Wenn du nur die Gummis wechselst, bedeutet das, dass du das serienmäßige Gasgriffrohr des Motorrads behältst.
Am häufigsten ist es, dass die Griffe ohne Gasgriffrohr geliefert werden, zum Beispiel die typischen Griffe komplett aus Gummi:

* Im Beispiel siehst du das Modell Basic und das Modell Radikal von Puig, beide ohne Gasgriffrohr.
Andere Modelle werden dagegen mit Gasgriffrohr geliefert:

* Im Beispiel siehst du die Griffe von Puig, Modell Ascent, mit Gasgriffrohr und Adaptern im Lieferumfang.
Normalerweise werden solche Griffe mit Adaptern geliefert, damit sie an die meisten Motorräder passen. Trotzdem solltest du genau darauf achten, denn mit dem falschen Typ wird die Montage unnötig kompliziert – bis hin dazu, dass er sich an unserem Motorrad gar nicht montieren lässt.
Achtung: Wenn dein Motorrad ein „Ride by Wire“-Gassystem hat, kannst du keine Griffe mit Gasgriffrohr montieren, denn dein Motorrad hat kein herkömmliches Gasgriffrohr mit Zug, sondern ein elektronisches Gas. In diesem Fall kannst du nur Griffe ohne Gasgriffrohr montieren.
Unsere Empfehlung: Wenn du dir das Leben nicht unnötig schwer machen willst, wähle Griffe, bei denen nur die Gummis getauscht werden.
Offenes oder geschlossenes Ende
Auf dem Markt findest du zwei Arten von Griffen: mit offenem oder mit geschlossenem Ende.
Bei Griffen mit offenem Ende hat der Griff die Form eines innen hohlen Zylinders, der an beiden Enden offen ist. Bei Griffen mit geschlossenem Ende ist dagegen die Seite verschlossen, an der das Lenkerendgewicht sitzt.
Griffe mit geschlossenem Ende sind für den Fall gedacht, dass du keine Lenkerendgewichte montieren willst, was wir absolut nicht empfehlen, weil sie eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Lenkers spielen.
Es kann aber auch Motorräder oder Roller geben, die serienmäßig ohne Lenkerendgewichte kommen (oder bei denen diese im Lenker sitzen). In diesem Fall solltest du Griffe mit geschlossenem Ende wählen.

* Im Beispiel siehst du links geschlossene Griffe, die aber vorgestanzt sind, damit man sie leicht öffnen kann, und rechts offene Griffe.
Maße: Griffe mit 123 mm oder mit 119 mm
Die Maße von Griffen sind ziemlich standardisiert. Die meisten Griffe sind 119 mm lang, aber nicht immer.
Es gibt Motorräder mit 123-mm-Griffen, bei denen schon ein paar Millimeter weniger dazu führen können, dass wir sie nicht richtig an unser Motorrad anpassen können.
Unsere Empfehlung: Miss den Originalgriff und orientiere dich beim Kauf der neuen Griffe an diesem Maß.
Zum Durchmesser lässt sich sagen, dass praktisch alle Griffe für Lenker mit 22 mm gemacht sind und gleichzeitig praktisch alle Lenker auf dem Markt (sowohl originale als auch aus dem Zubehör) einen Durchmesser von 22 mm haben. In diesem Punkt gibt es also keine Inkompatibilität.
Hinweis: Wenn du den Lenker wechseln willst, achte darauf, ob der neue Lenker schon die Bohrungen für die Schalterarmatur hat, denn sie bestimmt die Länge der Griffe, die draufpassen. Die Lenker von Puig kommen ohne Bohrungen, du musst sie also selbst bohren und kannst so das Griffmaß wählen, das du willst.

Material
Jetzt kommen wir in einen persönlicheren Bereich, denn hier geht es nicht um Inkompatibilitäten, sondern um Geschmack.
Die Zusammensetzung des Griffs hängt von der verwendeten Gummiart und den Materialien ab, aus denen er besteht.
Einfache Griffe bestehen komplett aus Gummi, hochwertigere dagegen aus Aluminium mit Gummieinsätzen.
Dabei solltest du bedenken, dass der Grip vom Gummi kommt, nicht vom Aluminium. Achte also darauf, dass die Kontaktfläche größtenteils aus Gummi besteht.

* Im Beispiel siehst du der Reihe nach einen Griff komplett aus Gummi von Customacces, einen aus Gummi mit Kunststoffeinsätzen von Domino und einen aus Aluminium mit Gummigrip.
Oberfläche
Bei der Oberfläche gilt dasselbe: Jeder wählt die, die ihm am besten gefällt.
Mit Oberfläche meinen wir, wie rau der Gummi ist.
Es gibt ziemlich glatte, wie die XM2 von Domino, und andere mit einer sehr ausgeprägten Struktur, wie die Racing, ebenfalls von Domino.
Die Oberfläche beeinflusst das Gefühl in der Hand und den Grip. Das Gefühl spielt meist keine große Rolle, weil man auf dem Motorrad Handschuhe trägt, der Grip ist aber schon wichtiger.
Je rauer der Griff, desto besser hält er in der Regel. Feuchtigkeit oder Schweiß können dazu führen, dass dir ein glatter Griff in der Hand wegrutscht – aber keine Panik, mit Handschuhen ist das größtenteils kein Thema.

Härte
Der letzte wichtige Punkt ist die Härte.
Die Härte bestimmt direkt den Grip und den Verschleiß des Griffs.
Ein harter Griff liegt etwas weniger griffig in der Hand als ein weicher, hält dafür aber dem Verschleiß besser stand.
Ein weicher Griff fühlt sich dagegen besser an und bietet mehr Grip, nutzt sich aber schneller ab.
Auch hier ist es eine Frage von Geschmack und Einsatz. Wenn du auf guten Grip Wert legst und es dich nicht stört, dass sie schneller verschleißen, nimm weiche Griffe. Willst du dagegen Griffe, die viele Jahre halten, ohne kaputtzugehen, greifst du besser zu harten.
Manche Hersteller bieten für jedes Griffmodell mehrere Härtegrade an, zum Beispiel beim Modell Standard von Puig.
Lohnt es sich, die Griffe am Motorrad zu wechseln?
Auf jeden Fall – je nachdem, aus welchem Grund du sie wechseln willst, ist es völlig gerechtfertigt. Die häufigsten Gründe sind:
- Die Originalgriffe sind schon stark abgenutzt.
- Du bist gestürzt und die Seriengriffe haben Macken abbekommen oder sind kaputt.
- Du willst dein Motorrad einfach nach deinem Geschmack individualisieren.
Griffe zu wechseln ist eine ziemlich einfache Aufgabe. Trotzdem solltest du unbedingt diese Hinweise beachten, um Probleme bei der Montage zu vermeiden.
Wir hoffen, dass dir diese Tipps und Hinweise geholfen haben. Wenn du findest, dass eine Eigenschaft fehlt, oder wenn du noch Fragen hast, schreib uns gern einen Kommentar – wir antworten dir gern.