Hallo zusammen, liebe Motorradfans! Bestimmt hast du schon mal darüber nachgedacht, den Auspuff deines Motorrads zu reinigen. Vorweg möchten wir dir sagen, dass beide Methoden, die wir dir vorstellen, sowohl für dein Motorrad als auch für dich ziemlich gefährlich sein können. Deshalb empfehlen wir dir ganz ehrlich: Wenn dein Auspuff in einem schlechten Zustand ist oder die Leistung deines Motorrads beeinträchtigt, kauf dir lieber einen neuen oder bring dein Motorrad zu einem Profi.
Wenn du ihn trotzdem selbst reinigen willst, erklären wir dir jetzt, welche Vorteile es hat, den Auspuff deines Motorrads zu reinigen, was du dafür brauchst, ob es verschiedene Möglichkeiten gibt und wie du Schritt für Schritt vorgehst, damit dein Auspuff wieder wie neu aussieht. Los geht’s!
Vorteile, wenn du den Auspuff deines Motorrads reinigst
Es ist wichtig, den Auspuff deines Motorrads immer sauber zu halten. Ist er stark verschmutzt, verbraucht dein Motorrad sehr wahrscheinlich mehr Kraftstoff – und nicht nur das: Es läuft auch angestrengter, weil es die erzeugten Abgase nicht richtig ausstoßen kann. Dadurch kann der Motor verschleißen und die Leistung deines Motorrads leiden.
Aus all diesen Gründen solltest du dein Motorrad immer gut in Schuss halten, und der Auspuff ist da keine Ausnahme. Wenn du dich um den Auspuff kümmerst, belastest du dein Motorrad weniger und verlängerst so seine Lebensdauer – und das wollen wir am Ende ja alle.
Wie oft muss ich den Auspuff meines Motorrads reinigen?
Meist wird empfohlen, den Auspuff deines Motorrads (und wenn möglich die gesamte Auspuffanlage) einmal im Jahr zu reinigen. So bleibt der Auspuff immer in gutem Zustand.
Auch wenn das die empfohlene Variante ist, solltest du es problemlos bei der Durchsicht vor der ITV, der spanischen Hauptuntersuchung, erledigen können. Und wenn du dich mit Motorrädern auskennst und dein Motorrad gut kennst, kannst du es auch dann machen, wenn du merkst, dass es etwas Leistung verliert. Wie wir aber schon am Anfang gesagt haben: Wenn es so weit ist, ist es vielleicht am besten, dir einen neuen Auspuff zu kaufen.

Welche Materialien brauche ich, um den Auspuff meines Motorrads zu reinigen?
Nachdem wir dir die Vorteile der Auspuffreinigung erklärt haben und wie oft du sie machen solltest, zeigen wir dir jetzt, welche Materialien du griffbereit haben solltest, bevor du mit der Reinigung loslegst.
Wir stellen dir 2 Möglichkeiten vor, den Auspuff zu reinigen, wobei wir die zweite empfehlen. Je nach Variante brauchst du folgende Materialien:
- Möglichkeit 1: Stab oder Bürste mit kräftigen, harten Borsten
- Möglichkeit 2: Schraubendreher, Eimer, Ätznatron, kochendes Wasser, Schlauch, Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutzmaske
Anleitung zum Reinigen des Motorradauspuffs
Wenn du alle Materialien aus dem vorherigen Punkt beisammen hast, kannst du loslegen. Also ohne lange Umschweife: Wir erklären dir jetzt, wie du den Auspuff deines Motorrads mit beiden Methoden reinigst!
Stab
- Nimm zuerst einen Stab oder Putzstock, der möglichst lang ist, damit er bis ganz nach hinten in den Auspuff reicht.
- Dann musst du ihn einfach hineinschieben, an den Innenwänden des Auspuffs entlangreiben und so den ganzen Schmutz im Inneren lösen. Wiederhole das mehrmals, damit der Auspuff so sauber wie möglich wird.
Das Einzige, was wir dazu sagen möchten: Sei vorsichtig und geh dabei mit etwas Gefühl vor. Sonst kannst du die Wände des Auspuffs zerkratzen und damit sehr wahrscheinlich sein Inneres beschädigen.
Ätznatron
- Zuerst musst du den Auspuff von deinem Motorrad abbauen. Das kann je nach Motorradmodell einfacher oder komplizierter sein. Damit du keine Probleme bekommst, empfehlen wir dir, einen Blick in die Betriebsanleitung deines Motorrads zu werfen.
- Wenn er abgebaut ist, verschließt du eines der beiden Enden, damit du die Lösung, die wir gleich ansetzen, durch das andere Ende einfüllen kannst, ohne dass sie auf der anderen Seite wieder herausläuft.
- Sobald der Auspuff abgebaut und ein Ende verschlossen ist, stellst du ihn in einen Eimer, der groß genug ist, dass er ganz hineinpasst. Jetzt musst du dich mit Handschuhen, Atemschutzmaske und Schutzbrille schützen. Und wenn du die folgenden Schritte an einem gut belüfteten Ort erledigen kannst, umso besser.
- Mit dem Auspuff im Eimer füllst du nun etwa 1 kg Ätznatron durch das offene Ende ein und bewegst ihn, damit es sich im ganzen Inneren des Auspuffs verteilt. Danach gießt du ganz, ganz vorsichtig 2 Liter kochendes Wasser hinein. Anschließend füllst du den Eimer mit Wasser, tauchst den Auspuff mit der eingefüllten Lösung darin unter und lässt ihn etwa 24 bis 48 Stunden so stehen.
- Wenn die Zeit um ist, nimmst du den Auspuff ganz vorsichtig aus dem Eimer, entfernst den gesamten Inhalt aus seinem Inneren und gibst ihn in den Eimer. Danach spülst du das Innere gründlich aus, wenn möglich mit einem Druckschlauch. Jetzt musst du ihn nur noch trocknen lassen und wieder montieren – oder ihn montieren und eine kleine Runde mit dem Motorrad drehen, damit die heißen Abgase das Innere des Auspuffs trocknen und er nicht rostet.
Zu dieser Methode möchten wir noch sagen, dass du extrem vorsichtig sein musst: Sie ist sehr gefährlich, du kannst den Auspuff deines Motorrads beschädigen und dich selbst schwer verletzen, denn Ätznatron ist sehr gefährlich. Mach es also auf keinen Fall ohne die Schutzmaßnahmen, die wir in diesem Beitrag genannt haben.